WordPress Downgrade: So kannst du ein Update ganz einfach rückgängig machen

Ein Klick, ein Update, und plötzlich: Nichts funktioniert mehr. Wir alle kennen dieses Gefühl, wenn ein vermeintlich harmloses WordPress-Update die gesamte Website lahmlegt, Plugins streiken oder das Design zerbricht. In solchen Momenten ist der Gedanke an ein WordPress Downgrade die erste logische Reaktion. Die gute Nachricht vorweg: Du kannst Updates rückgängig machen, egal ob es das WordPress Core, ein Plugin oder dein Theme betrifft. In dieser Anleitung zeige ich dir verschiedenen Wege, wie du ein sogenanntes „Downgrade“ machen kannst und damit auf eine frühere Version zurückkehrst.

Der Update Prevention Plan

Bevor ich auf die verschiedenen Möglichkeiten eingehe, wie du Updates rückgängig machen kannst, lass uns über die wichtigste Strategie überhaupt sprechen: Prävention. Wenn du dir vor einem Update nur ein paar Minuten Zeit nimmst, kannst du dir später Stunden an Stress, Fehlersuche und potenzielle Ausfälle ersparen.

Folge deshalb bei jedem WordPress-Update diesem 6-Punkte-Plan:

  • Backup erstellen
    • Datenbank und alle Dateien vollständig sichern (idealerweise lokal oder extern).
  • Updates vorbereiten
    • Wenn möglich, alle Updates zuerst in einer Staging- oder lokalen Umgebung testen.
    • Die aktuellen Versionen von Plugins, Theme, WordPress-Core und PHP dokumentieren.
  • Plugins aktualisieren
    • Anschließend die Website testen (Frontend & Backend).
  • Theme aktualisieren
    • Danach erneut die Website testen.
  • WordPress-Core aktualisieren
    • Wiederum die Website gründlich testen.
  • PHP-Version aktualisieren
    • Zum Schluss die PHP-Version erhöhen und die Website erneut testen.

Auch bei sorgfältiger Vorbereitung kann es vorkommen, dass eine Website nach einem Update Probleme macht oder nicht mehr erreichbar ist. In diesem Fall ist es wichtig, ruhig zu bleiben und gezielt zu reagieren.

WordPress Update rückgängig machen (Core-Downgrade)

Plugin-Lösung

Sollte dein Backend nach einem WordPress-Update noch (einigermaßen) funktionieren, aber das Frontend nicht mehr, ist es möglich mittels dem Plugin „Core Rollback“ relativ einfach auf eine ältere WordPress-Version zurückwechseln.

  1. Lade dir das Plugin hier herunter: WordPress Plugin „Core Rollback“
  2. Installiere und aktiviere das Plugin anschließend wie gewohnt in deinem Backend
  3. Alle nötigen Einstellungen findest du unter „Werkzeuge >> Core zurücksetzen“
Plugin Einstellungen des WordPress Plugin: Core Rollback
Unter „Werkzeuge >> Core zurücksetzen“ findest du alle benötigten Einstellungen

Im Dropdown Menü kannst du die benötigte WordPress Version wählen und mit Klick auf „Zurücksetzen“ bestätigen. Das Downgrade wird dabei nicht sofort durchgeführt. Stattdessen wirst Du auf die Seite „WordPress-Aktualisierungen“ weitergeleitet, wo das Downgrade auf die gewünschte Version bereits für die Installation vorbereitet ist und nur noch bestätigt werden muss.

WordPress Update mit Plugin rückgängig machen
So kannst du final zu deiner gewählten WordPress Version zurückkehren.

Nach dem erfolgreichen Downgrade wirst du mit der neuen (bzw. alten) WordPress Version begrüßt. Natürlich bekommst du auch gleich die Benachrichtigung angezeigt, dass es ein WordPress Update gibt.

WordPress Update rückgängig gemacht

Manuell mittels FTP

Sollte dein Backend nach einem Update nicht mehr erreichbar sein, oder du einfach so den manuellen Weg bevorzugst, kannst du ein WordPress Update auch mittels FTP rückgängig machen.

Alles, was du dafür brauchst, ist die gewünschte WordPress Version und eine FTP Verbindung (z.B. mittels FileZilla) zu deinem Server.

  1. Lade dir als aller erstes die gewünschte WordPress Version als ZIP-Datei hier herunter: Alle WordPress Releases
  2. Entpacke die ZIP-Datei auf deinem Computer
  3. Navigiere per FTP zu dem Ordner, wo deine bestehende WordPress Installation liegt
  4. Lade alle Dateien und Ordner (außer den Ordner „wp-content“) auf deinen Server und überschreibe damit die bestehende WordPress Installation
  5. Melde Dich im WordPress-Backend an. Falls eine Meldung zur Datenbank-Aktualisierung erscheint, bestätige diese einfach
WordPress Update mittels FTP rückgängig machen
So einfach kannst du mittels FTP das WordPress Update wieder rückgängig machen.

WordPress Plugin Update rückgängig machen

Solltest du nach einem Plugin Update merken, dass deine Website nicht mehr wie gewohnt funktioniert, kannst du ganz einfach das Plugin Update rückgängig machen.

Plugin-Lösung

Solltest du noch Zugriff auf dein Backend haben, kannst du dem kostenlosen Plugin „WP RollbackUpdates von Plugins rückgängig machen, sofern diese aus dem offiziellen WordPress.org-Verzeichnis stammen. Für gekaufte oder extern installierte Erweiterungen ist mit diesem Plugin ein Downgrade also nicht möglich.

WordPress Plugin Update rückgängig machen
Wenn du das Plugin WP Rollback installiert und aktiviert hast, siehst du in deiner Plugin-Übersicht bei jedem Plugin den Button „Rollback“.

Klickst du auf den Button „Rollback“, kommst du auf die Versionsübersicht des gewählten Plugins. Hier siehst du die aktuell installierte Version und alle vorhandenen vergangenen Versionen dieses Plugins. Wähle einfach die gewünschte Version und klicke auf den „Rollback“-Button.

WordPress Plugin Version zurücksetzen

Anschließend öffnet sich nochmal eine Warnung, die du einfach bestätigen kannst.

Warnung WP Rollback: Rollback bestätigen
Mit Klick auf den Button „Rollback Now“ wird die gewählte Version des gewünschten Plugins installiert.

Manuell über das Backend

Du kannst ein Plugin auch ganz einfach über dein WordPress Backend auf eine ältere Version zurücksetzen. Gehe dazu in die Plugin-Übersicht und klicke beim gewünschten Plugin auf „Details anzeigen“.

WordPress Backend: Plugin Details anzeigen

Es öffnet sich ein kleines Fenster. In diesem Fenster klickst du auf den Button „WordPress-Plugin-Seite“.

WordPress Plugin Details: Plugin-Seite auf wordpress.org öffnen

Damit öffnest du die offizielle WordPress.org-Plugin-Seite. Klicke auf der Pluginseite auf „Erweiterte Ansicht“.

WordPress Plugin alte Version finden

Scrolle jetzt ganz nach unten. Hier findest du ein Dropdown Menü, mit dem du eine bestimmte Version des Plugins herunterladen kannst.

WordPress Plugin alte Version herunterladen

Mit Klick auf den Button „Herunterladen“ wird die gewählte Version als ZIP-Datei heruntergeladen. Lade diese ZIP-Datei wie gewohnt in deinem WordPress Backend als Plugin hinauf. Bestätige mit Klick auf den Button „Installiertes durch Hochgeladenes ersetzen“ die Installation der neuen (bzw. alten) Pluginversion.

WordPress Plugin alte Version installieren

Manuell mittels FTP

Hast du keinen Zugriff mehr auf dein Backend, kannst du ein Plugin auch mittels FTP downgraden. Lade dir auch für diese Methode die ZIP-Datei der benötigten Version aus dem WordPress-Plugin-Verzeichnis herunter.

WordPress Plugin alte Version finden
Unter „Erweiterte Ansicht“ findest du alle Versionen des Plugins.

Nach dem Download der gewünschten Version, entpacke die ZIP-Datei auf deinem Computer. Anschließend navigierst du auf deinem Server zum Ordner „wp-content >> plugins“. Öffne dort den Ordner deines Plugins und lade die Dateien des Pluginordners neu hinauf und ersetze damit die bestehende Version des Plugins.

Plugin mittels FTP downgraden

Theme Update rückgängig machen

Auch bei Theme-Updates kann immer etwas schiefgehen. Genau wie bei Plugins kannst du auch ein Theme-Update rückgängig machen.

Plugin-Lösung

Solltest du noch Zugriff auf dein Backend haben, erlaubt dir das Plugin „WP Rollbackfrühere Versionen von Themes wiederherzustellen, sofern diese aus dem offiziellen WordPress.org-Verzeichnis stammen. Für gekaufte, extern bezogene oder selbst programmierte Themes ist ein Downgrade über dieses Plugin allerdings nicht möglich.

Nach der Installation des Plugins erscheint in der Theme-Übersicht beim Öffnen eines Themes ein zusätzlicher „Rollback“-Button.

WordPress Theme Update rückgängig machen mittels WP Rollback

Mit Klick auf diesen „Rollback“-Button öffnet sich eine Versionsübersicht mit allen Versionen des Themes.

WordPress Theme Version Rollback

Wähle die gewünschte Version aus und bestätige das Zurücksetzen der Version mit Klick auf den Button „Rollback“. Hier öffnet sich noch ein kleines Fenster, wo du ein zweites Mal bestätigen musst, dass du die Version ändern möchtest.

Manuell über das Backend oder mittels FTP

Die Vorgehensweise für diese beiden Varianten ist ziemlich ähnlich: Suche im WordPress-Theme-Verzeichnis nach deinem Theme. Öffne das Theme und klicke mit der rechten Maustaste auf „Herunterladen“ und anschließend auf „Adresse des Links kopieren“.

WordPress Theme alte Version herunterladen

Nun hast du in der Zwischenablage einen Link der in etwa so aussieht:

https://downloads.wordpress.org/theme/twentytwentyfive.1.4.zip

Am Ende des Links steht immer die Version des Themes. Diese kannst du ganz einfach ändern und kannst damit eine alte Version des Themes herunterladen. In diesem Beispiel wäre es:

https://downloads.wordpress.org/theme/twentytwentyfive.1.3.zip

Gib den Link einfach in die Adresszeile deines Browsers ein. Damit startet automatisch der Download.

Jetzt hast du eine ZIP-Datei der gewählten Theme-Version auf deinem Computer. Wenn du noch Zugriff auf dein Backend hast, kannst du diese ZIP-Datei ganz einfach unter Themes hochladen. Solltest du keinen Zugriff mehr auf dein Backend haben, entpacke die ZIP-Datei auf deinem Computer. Anschließend navigierst du mittels FTP auf deinem Server in den Ordner „wp-content >> themes“. Öffne dort den Ordner deines Themes und ersetze den kompletten Inhalt mit der entpackten ZIP-Datei.

Fazit

Ein WordPress-Downgrade ist kein Weltuntergang, sondern oft die schnellste Lösung, wenn nach einem Update plötzlich nichts mehr funktioniert. Egal ob Core, Plugin oder Theme – mit den richtigen Tools und etwas Ruhe lässt sich fast jedes Update rückgängig machen. Noch besser ist es natürlich, wenn es gar nicht erst so weit kommt: Backups, Tests und ein sauberer Update-Ablauf ersparen dir im Ernstfall viel Zeit und Nerven. Falls trotzdem nichts mehr läuft, melde dich gerne bei mir und ich unterstütze dich.

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Über Stefan
Webentwickler Freelancer Stefan
Ich bin freiberuflicher Webentwickler und Webdesigner mit über 10 Jahren Erfahrung und über 150 abgeschlossenen Projekten. Mein Fokus liegt auf modernen, SEO-optimierten Websites und Onlineshops mit WordPress, WooCommerce, Shopware und Shopify. In meinem Blog teile ich praxisnahe Tipps und Insights, die dir helfen, deine Online-Projekte erfolgreicher zu machen.